Elegantes und zeitloses Logo der deutschen Luxusduftkerzenmarke CUVÉE CANDLES aus Düsseldorf.
Diese Seite unterstützt deinen Browser nur begrenzt. Wir empfehlen dir, zu Edge, Chrome, Safari oder Firefox zu wechseln.
GENIESSEN SIE KOSTENLOSEN VERSAND AUF CUVEECANDLES.COM Noch € 0 bis kostenloser Versand
Warum unsere Düfte in Grasse entstehen

Warum unsere Düfte in Grasse entstehen

Über eine Stadt in den Alpes-Maritimes, den Unterschied zwischen einem Parfum und einem Kerzenduft – und die Frage, warum ausgerechnet Wein die schwierigste und schönste Vorlage für beides ist.

Wer im Mai frühmorgens durch die Hügel oberhalb von Grasse fährt, riecht die Stadt, bevor er sie sieht. Es ist ein dichter, fast fettiger Duft, süß und grün zugleich, und er hängt in der Luft wie Nebel. Die Rosen werden geerntet, Rosa centifolia, die Mairose, und sie werden vor Sonnenaufgang gepflückt, weil die ätherischen Öle in der Wärme des Tages verfliegen. Im August wiederholt sich dasselbe Ritual mit Jasmin. Die Blüten öffnen sich nachts. Bis acht Uhr morgens muss geerntet sein.

Ungefähr achttausend Blüten ergeben ein Kilogramm Jasmin. Aus einer Tonne Blüten gewinnt man etwa ein Kilogramm Absolue.

Es ist diese Rechnung, die erklärt, warum Grasse eine Ausnahme geblieben ist – und warum wir für unsere Düfte dort entwickeln lassen, obwohl CUVÉE eine Marke aus Düsseldorf ist und keine aus Südfrankreich.

Wie eine Stadt der Gerber zur Hauptstadt des Parfums wurde

Grasse roch lange Zeit nicht gut. Im Mittelalter und bis weit in die Renaissance hinein war die Stadt ein Zentrum der Lederverarbeitung. Gerbereien brauchen Wasser, und davon gab es genug; sie brauchen auch Platz, um mit Substanzen zu arbeiten, deren Geruch man niemandem zumuten möchte. Grasser Leder war in ganz Europa bekannt. Der Gestank ebenso.

Die Wendung kam über die Mode. Im 16. Jahrhundert wurden parfümierte Handschuhe zum Statussymbol an den europäischen Höfen – gants parfumés. Man führt die Verbreitung gern auf Katharina von Medici zurück, die aus Florenz an den französischen Hof kam und ihren eigenen Parfumeur mitbrachte. Ob die Anekdote in jedem Detail stimmt, ist unter Historikern strittig. Der wirtschaftliche Effekt ist es nicht: Die Grasser Gerber begannen, ihr Leder zu beduften, und stellten fest, dass der Aufschlag für den Duft höher war als die Marge auf das Leder.

Als im 18. Jahrhundert die Steuern auf Leder stiegen und die Mode der Handschuhe abflaute, blieb das, was sich als das eigentliche Können herausgestellt hatte. 1747 gründete Jean de Galimard sein Haus, 1849 folgte Molinard, 1926 Fragonard. Das Mikroklima der Region – geschützt durch die Voralpen, offen zum Mittelmeer – erwies sich als ideal für Jasmin, Rose, Tuberose, Mimose, Orangenblüte und Lavendel. Die Stadt hatte ihren zweiten Rohstoff gefunden.

2018 nahm die UNESCO die parfumbezogenen Fertigkeiten des Pays de Grasse in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf: den Anbau der Duftpflanzen, das Wissen um die Verarbeitung natürlicher Rohstoffe und die Kunst der Duftkomposition. Bemerkenswert ist die Reihenfolge. Geschützt wird nicht ein Produkt, sondern ein Können.

CUVÉE CANDLES Duftkerze mit Duft aus Grasse, handgegossen in Keramik

Was Grasse heute ausmacht – und was nicht

Hier lohnt sich Ehrlichkeit, weil die Parfümerie ein Gewerbe ist, das viel mit Bildern arbeitet.

Ein großer Teil der weltweit verwendeten Rohstoffe kommt längst nicht mehr aus Grasse. Jasmin wächst günstiger in Ägypten und Indien, Rosen in der Türkei und in Bulgarien, Vetiver auf Haiti, Patchouli in Indonesien. Die Blütenfelder rund um Grasse sind über das 20. Jahrhundert hinweg dramatisch geschrumpft, verdrängt von Bodenpreisen und der Côte d'Azur. Wer heute von einem Duft „aus Grasse" spricht und dabei suggeriert, jede Zutat sei in Sichtweite der Stadt gewachsen, erzählt eine hübsche Geschichte, die nicht stimmt.

Was tatsächlich in Grasse geblieben ist, ist wertvoller und schwerer zu kopieren.

Erstens: die Extraktionsverfahren. Die klassische Enfleurage – Blüten auf Fettschichten, tagelang, Lage für Lage – ist heute praktisch verschwunden und durch Lösungsmittelextraktion ersetzt worden, bei der zunächst ein wachsartiges Concrète entsteht und daraus die reine Absolue. Aber das Wissen darum, wie ein bestimmter Rohstoff auf ein bestimmtes Verfahren reagiert, welche Charge welchen Jahrgangs was leistet, ist in Grasse über Generationen weitergegeben worden.

Zweitens: die Ausbildung. Die großen Häuser unterhalten in der Region ihre eigenen Schulen. Ein Parfumeur, der dort ausgebildet wurde, hat mehrere Jahre damit verbracht, tausende Einzelstoffe blind zu erkennen und zu benennen, bevor er die erste eigene Formel schreiben durfte. Das ist keine kreative Ausbildung im landläufigen Sinn. Es ist näher an einem Musikstudium: erst Gehör, dann Handwerk, dann Ausdruck.

Drittens: die Dichte. In einer Stadt von rund fünfzigtausend Einwohnern sitzen Rohstoffhändler, Extraktionsbetriebe, Kompositionshäuser und Labore auf wenigen Kilometern. Man kann morgens eine Idee besprechen und nachmittags an drei Varianten riechen.

Für uns hieß das: Wir haben den Weg nach Grasse nicht wegen eines Herkunftssiegels gesucht. Sondern weil dort die Menschen arbeiten, die eine Frage beantworten konnten, an der wir sonst gescheitert wären.

CUVÉE CANDLES Duftkerze mit Duft aus Grasse, handgegossen

Die Frage

Sie lautete, in ihrer ersten und noch sehr naiven Fassung: Kann man einen Wein in einen Duft übersetzen?

Wir sind mit dieser Frage nicht aus der Parfümerie gekommen. Zwei Schwestern, fasziniert von Düften, von Weinkultur und von dem, was eine hochwertige Duftkerze mit einem Raum macht – mehr war es am Anfang nicht.

Die Beobachtung, aus der CUVÉE entstanden ist, war unspektakulär: Die Abende, an die wir uns erinnern, waren nicht die aufwendigsten. Es waren die, an denen niemand auf die Uhr geschaut hat.

Der Anlass war dabei nie der Wein. Der Anlass war, sich zu sehen. Zu reden, zusammen zu essen, Zeit zu verbringen, die vorher niemand eingeteilt hatte – und manchmal gehörte dazu, gemeinsam ein Glas von etwas Besonderem zu trinken. Der Wein war Teil dieser Abende, nicht ihr Zweck. Und Duft war immer da, nur hat ihn niemand bewusst wahrgenommen.

Genau darin liegt die Verwandtschaft, die uns interessiert hat. Wein wird beschrieben wie ein Parfum: mit Herkunft, Struktur, Länge, Entwicklung im Glas. Ein Winzer und ein Parfumeur arbeiten mit demselben Vokabular und demselben Sinnesorgan. Was ein Mensch beim Weintrinken „schmeckt", nimmt er zu einem sehr großen Teil retronasal wahr – also über die Nase. Der Rest sind süß, sauer, salzig, bitter, umami und ein bisschen Textur.

Ein Wein ist zu weiten Teilen ein Duft. Das war der Ausgangspunkt.

Wie wir überhaupt hineingekommen sind

Am 1. Januar 2022 haben wir den Namen angemeldet. Die Strategie stand innerhalb einer Woche. Im Rückblick waren wir angenehm ahnungslos.

Denn die Parfümerie ist eine verschlossene Welt. Wer von außen kommt, ohne Branchenhistorie und ohne Volumen, bekommt auf viele Anfragen schlicht keine Antwort. Die Frage, die fast immer kam, lautete: Wie viele Kerzen verkaufen Sie im Jahr? Für ein Unternehmen, das noch kein einziges Produkt hatte, gab es darauf keine gute Antwort. Mindestbestellmengen erledigten den Rest.

Es hat Monate gedauert. Im Sommer 2022 gab es einen Punkt, an dem wir ernsthaft enttäuscht waren. Wir haben uns dann in Miriams Küche gesetzt und beschlossen, noch einmal ganz von vorn anzufangen. In einer dieser Runden fanden wir den Kontakt, der alles verändert hat.

Wir bekamen ein Treffen. Und wir hatten ein Buch dabei.

Es war ein Weinführer mit den Aromarädern der großen Rebsorten – jene Diagramme, die auffächern, welche Aromen einen Riesling, einen Cabernet Sauvignon, einen Sauvignon Blanc ausmachen. Das war unser Briefing: ein Aromarad aus dem Weinbuch, aufgeschlagen auf einem Tisch – dazu eine Farbwelt für jeden der vier Düfte. Sauvignon Blanc war Gelb und Orange, warm und hell.

Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt vergingen anderthalb Jahre.

Der Unterschied zwischen einem Parfum und einem Kerzenduft

Es hat eine Weile gedauert, bis wir verstanden haben, wie groß dieser Unterschied ist. Er ist der Grund, warum ein Kerzenduft nicht einfach ein Parfum in Wachs sein kann – und warum viele Duftkerzen, auch teure, nicht halten, was ihre Beschreibung verspricht.

Der Träger. Ein Parfum wird in Alkohol gelöst. Alkohol verdunstet schnell und trägt die Duftmoleküle mit, weshalb ein Parfum in den ersten Minuten so laut ist. Eine Kerze hat keinen Alkohol. Sie hat Wachs, und Wachs gibt Duft nur widerwillig ab. Ein Duftöl muss sich im Wachs vollständig lösen, ohne auszuschwitzen oder sich abzusetzen. Manche Kompositionen, die auf Haut brillant funktionieren, trennen sich in Sojawachs innerhalb weniger Tage.

Die Haut fehlt. Ein Parfum entwickelt sich auf einem warmen, leicht sauren, individuell riechenden Körper. Dieselbe Formel riecht an zwei Menschen unterschiedlich. Eine Kerze hat keinen Träger, keine Körperwärme, keine Chemie, die mitspielt. Sie steht in einem Raum und muss allein bestehen – und alles, was in einem Parfum von der Haut abgerundet würde, bleibt hier ungeschützt.

Cold Throw und Hot Throw. Ein Kerzenduft muss zweimal funktionieren: kalt, wenn jemand den Deckel abnimmt und riecht, und heiß, wenn die Kerze brennt. Das sind zwei völlig verschiedene physikalische Situationen. Leichte, flüchtige Moleküle dominieren den kalten Duft; im warmen Wachsspiegel kommen die schwereren Bestandteile zum Tragen. Wie Kopf-, Herz- und Basisnote zusammenspielen, erklären wir an anderer Stelle. Eine Komposition, die kalt großartig riecht und heiß flach wird, ist ein Standardproblem – und einer der Gründe, warum Duftentwicklung für Kerzen so lange dauert.

Die Flamme verändert alles. Duftöl verbrennt mit. Der Flammpunkt der Bestandteile, ihr Verhalten unter Hitze, ihre Neigung zu Rußbildung – all das schreibt der Komposition Grenzen vor, die ein Parfum nicht kennt. Vanillin, um ein bekanntes Beispiel zu nennen, oxidiert und färbt Wachs mit der Zeit gelblich. Man kann das umgehen, aber man muss es wissen, bevor man eine Formel finalisiert.

Der Docht. Ein Duftöl, das im Labor überzeugt, kann eine Kerze unbrennbar machen. Die Kombination aus Wachs, Duftölanteil, Gefäßdurchmesser und Dochtstärke bestimmt, ob sich eine gleichmäßige Wachsspiegelfläche bildet oder ob die Kerze tunnelt, rußt oder ertrinkt. Bei Sojawachs liegt der übliche Duftölanteil bei etwa acht bis zehn Prozent. Mehr ist nicht besser. Mehr ist meist unbrennbar.

Die Regulatorik. Die Standards der International Fragrance Association teilen Anwendungen in Kategorien ein. Ein Feinparfum, das auf die Haut kommt, unterliegt anderen Grenzwerten als eine Kerze ohne Hautkontakt. Das klingt nach Verwaltung, hat aber kreative Folgen: Die Werkzeugkästen überschneiden sich, sind aber nicht identisch.

Wer diese sechs Punkte zusammennimmt, versteht, warum ein guter Kerzenduft nicht in vier Wochen entsteht. Und warum wir ihn nicht im Alleingang hätten entwickeln können.

Die schwierigste Aufgabe: elegant statt süß

Von allem, was wir in dieser Zeit gelernt haben, war das hier das Unerwartetste.

Der Markt für Duftkerzen ist überwiegend süß. Vanille, Karamell, Zimt, Tonka, Gebäck, warme Gourmandnoten. Dafür gibt es zwei nüchterne Gründe. Erstens sind süße Aromastoffe im Einkauf vergleichsweise günstig und sehr durchsetzungsstark – sie füllen einen Raum schnell und verlässlich. Zweitens kaschieren sie. Ein billiges Wachs, ein unsauberer Abbrand, eine flache Komposition: Süße überdeckt das alles.

Süß ist deshalb nicht falsch. Süß ist einfach die sichere Entscheidung.

Wir wollten das nicht, und wir haben unterschätzt, wie schwer die Alternative ist. Denn was in der Parfümerie als elegant gilt, funktioniert über Zurückhaltung: über eine trockene Basis, über Struktur statt Fülle, über Noten, die sich zurücknehmen und dadurch Raum lassen. Zedernholz, Vetiver, Pfeffer, Iris, ein grüner Akkord. Diese Stoffe sind schwieriger zu dosieren, teurer, und sie verzeihen nichts. In einem Raum können sie schnell dünn wirken oder – noch schlimmer – nach nichts.

Es gab in unserer Entwicklung mehrere Muster, die wir zurückgegeben haben, weil sie in dieselbe Richtung kippten: zu weich, zu rund, zu gefällig. Jedes Mal war die Versuchung groß, es dabei zu belassen. Es hätte niemandem missfallen.

Aber ein Duft, der niemandem missfällt, bleibt auch niemandem in Erinnerung.

Der Kompromiss, den wir am Ende gefunden haben, liegt nicht in der Mitte, sondern in der Konstruktion: eine wahrnehmbare, einladende Fruchtigkeit im Auftakt, die getragen wird von einer Basis, die deutlich trockener ist, als man nach den ersten Sekunden erwartet. Chardonnay ist unser weichster Duft und hat trotzdem eine pudrige, fast herbe Rundung statt eines Vanillekissens. Cabernet Sauvignon führt Cassis ein und stellt sofort Pfeffer und Zedernholz dagegen.

Der Effekt ist einfach zu beschreiben: Man riecht den Duft nach zwei Stunden noch – aber man riecht ihn nicht mehr an sich. Er ist Teil des Raumes geworden. Das ist genau das, was ein Duft in einem Zuhause leisten soll.

CUVÉE CANDLES Duftkerze mit Duft aus Grasse, Rotweinkerze

Warum Wein die perfekte Inspiration ist – und warum unsere Kerzen nicht nach Wein riechen

Diese Unterscheidung ist uns wichtiger als jede andere, deshalb steht sie hier ausführlich.

Wein und Parfum teilen tatsächlich Moleküle. Das ist keine Marketingfigur, sondern Chemie – und es war einer der Parfumeure, der uns das zum ersten Mal erklärt hat.

Die grasige, grüne Paprikanote in Sauvignon Blanc und in jungem Cabernet Sauvignon stammt von Methoxypyrazinen – derselben Stoffgruppe, die auch der grünen Paprika ihren typischen Geruch gibt und die in der Parfümerie eingesetzt wird, um grüne Akkorde zu bauen. Die Grapefruit- und Stachelbeernuancen im Sauvignon Blanc gehen auf schwefelhaltige Verbindungen zurück, von denen eine zugleich für den Geruch der schwarzen Johannisbeerknospe verantwortlich ist – deren Absolue ist in der Parfümerie ein hochgeschätzter und teurer Rohstoff. Riesling verdankt seine Klarheit unter anderem Linalool und Geraniol; Linalool findet sich in Lavendel und Bergamotte, Geraniol in Rose und Geranie. Die Pfirsichnote im Chardonnay kommt von Lactonen, die auch der Pfirsich selbst enthält, die cremige Textur vom biologischen Säureabbau und vom Ausbau im Holz.

Ein Winzer und ein Parfumeur sprechen nicht nur eine ähnliche Sprache. Sie arbeiten teilweise mit denselben Verbindungen.

Genau deshalb ist eine Rebsorte eine so präzise Vorlage. Wenn wir mit den Parfümeuren über Riesling gesprochen haben, mussten wir nicht „frisch" sagen. Wir konnten über Säurestruktur reden, über die Spannung zwischen Limette und grünem Apfel, über die florale Weichheit, die eine Jasminblüte dagegensetzt.

Was wir nie wollten, war ein Duft, der nach Wein riecht.

Zum einen wäre das unangenehm. Wein im Glas riecht nicht nur nach Frucht. Er riecht nach Alkohol, nach Hefe, nach Gärung, in ungünstigen Fällen nach Schwefel oder Essigsäure. Ein Raum, der so riecht, wirkt nicht kultiviert, sondern nach dem Morgen danach.

Zum anderen wäre es eine Verkleinerung der Idee. Wein interessiert uns nicht als Getränk, sondern als Kultur: als Handwerk, als Herkunft, als Zeit, als Anlass, eine Flasche zu öffnen und sich hinzusetzen. Diesen Teil zu übersetzen, ist die eigentliche Aufgabe.

Unsere Kerzen sind daher inspiriert von den Aromen edler Rebsorten – nicht deren Abbild. Was Sie riechen, ist nicht Chardonnay. Es ist der Abend, an dem er auf dem Tisch stand.

Vier Rebsorten, vier Kompositionen

Riesling – Limette, grüner Apfel, Jasminblüte. Der klarste Duft der Kollektion. Für helle Räume und ruhige Vormittage.

Sauvignon Blanc – Grapefruit, Stachelbeere, Honigmelone. Lebendig, mit einer tropischen Kante. Der geselligste der vier.

Chardonnay – Ananas, weißer Pfirsich, Vanille. Cremig und pudrig, mit einer Tiefe, die sich erst nach einer Weile zeigt. Unser Duft für Abende, die sich lohnen.

Cabernet Sauvignon – Cassis, bunter Pfeffer, Zedernholz. Der tiefste und strukturierteste. Herbst und Winter, langer Tisch, spätes Gespräch.

Alle vier entstehen in Zusammenarbeit mit Parfümeuren in Grasse, mit Inhaltsstoffen in Parfumqualität, und werden in Europa aus einer nachhaltigen Sojawachsmischung von Hand gegossen. 250 Gramm, ca. 55 Stunden Brenndauer, Baumwolldocht, Keramikgefäß. Die vier Düfte der Kollektion im Überblick.

CUVÉE CANDLES Duftkerze mit Duft aus Grasse, handgegossen

Was bleibt

Es gibt einen Satz, an dem wir jede Entscheidung messen: Menschen erinnern sich nicht an Düfte. Sie erinnern sich an Momente.

Das ist keine Bescheidenheitsgeste gegenüber dem eigenen Produkt. Es ist eine Beschreibung dessen, wie Geruchswahrnehmung funktioniert. Der Geruchssinn ist enger mit den Hirnregionen für Emotion und Gedächtnis verknüpft als jeder andere Sinn. Deshalb kann ein Duft eine Erinnerung auslösen, bevor man ihn benennen kann. Und deshalb erinnert man sich später nicht an die Duftnote, sondern an den Raum, an die Menschen, an das Licht.

Der Umweg über Grasse, die Monate der Entwicklung, die zurückgegebenen Muster: Das alles dient einem einzigen Ziel. Dass ein Abend gelingt. Wenn jemand am Ende des Abends fragt, was da eigentlich brennt, ist das der schönste Moment für uns. Und wenn Ihre Gäste sich später nicht an die Duftnote erinnern, sondern an den Abend selbst – dann war beides richtig: die Kerze und der Gastgeber.


Häufige Fragen

Was bedeutet es, dass ein Duft in Grasse entsteht?

Grasse in Südfrankreich gilt seit dem 18. Jahrhundert als Welthauptstadt des Parfums; 2018 hat die UNESCO die dortigen parfumbezogenen Fertigkeiten als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Wenn ein Duft in Grasse entsteht, bedeutet das, dass die Komposition – also die Formel selbst – dort gemeinsam mit ausgebildeten Parfümeuren entwickelt wurde. Die Rohstoffe stammen heute aus aller Welt; das Können ist in Grasse geblieben.

Worin unterscheidet sich ein Kerzenduft von einem Parfum?

Ein Parfum wird in Alkohol gelöst und entwickelt sich auf der Haut. Ein Kerzenduft muss sich in Wachs lösen, ohne sich abzusetzen, muss kalt und heiß funktionieren (Cold Throw und Hot Throw), muss die Verbrennung überstehen und darf den Abbrand nicht stören. Eine Formel lässt sich deshalb nicht einfach von einem Medium ins andere übertragen.

Riechen CUVÉE Kerzen nach Wein?

Nein. Sie sind von den Aromen edler Rebsorten inspiriert, nicht von Wein als Getränk. Wein riecht auch nach Alkohol, Hefe und Gärung – in einem Raum wäre das unangenehm. Übersetzt werden die charakteristischen Aromanoten einer Rebsorte, etwa Cassis und Pfeffer beim Cabernet Sauvignon.

Warum riechen viele Duftkerzen süß?

Süße Aromastoffe sind vergleichsweise günstig, sehr durchsetzungsstark und kaschieren Schwächen bei Wachs und Abbrand. Elegante, trockene Kompositionen mit Holz-, Gewürz- oder grünen Noten sind schwieriger zu dosieren und teurer, wirken dafür im Raum weniger aufdringlich und bleiben länger interessant.

Was sind Cold Throw und Hot Throw?

Cold Throw beschreibt, wie eine Kerze im ungebrannten Zustand riecht, Hot Throw, wie intensiv und ausgewogen sie den Raum füllt, während sie brennt. Beide werden von unterschiedlichen Bestandteilen der Komposition getragen und müssen getrennt entwickelt werden.

Wie viel Duftöl steckt in einer hochwertigen Duftkerze?

Bei Sojawachs liegt der übliche Anteil bei etwa acht bis zehn Prozent. Ein höherer Anteil verbessert den Duft nicht automatisch – er kann dazu führen, dass sich das Öl absetzt, die Kerze rußt oder nicht sauber abbrennt.

Wo werden CUVÉE Kerzen hergestellt?

Die Düfte entstehen in Zusammenarbeit mit Parfümeuren in Grasse. Die Kerzen werden in Europa aus einer nachhaltigen Sojawachsmischung von Hand gegossen. Die Marke wird als Familienunternehmen von Düsseldorf aus geführt.


Quellen und Weiterführendes

  • UNESCO, Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit: The skills related to perfume in Pays de Grasse, eingeschrieben 2018
  • International Fragrance Association: IFRA Standards
  • Ribéreau-Gayon et al., Handbook of Enology, Vol. 2 – The Chemistry of Wine
  • Jean-Claude Ellena, Der Parfumeur

Einkaufstasche

GENIESSEN SIE KOSTENLOSEN VERSAND AUF CUVEECANDLES.COM Noch € 0 bis kostenloser Versand
Keine weiteren Produkte zum Kauf verfügbar

Ihre Einkaufstasche ist aktuell noch leer. Entdecken Sie jetzt unsere luxuriösen Duftkerzen: